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Nachdem Marlene Dietrich Deutschland verlassen hatte, und sich herausstellte, dass sich auch nicht so bald zurückkommen sollte, wurde sie von den Zurückgelassenen bald mehr verschmäht als vergöttert. Problematisch war schon ihre Beziehung zu ihrem jüdischen Lieblingsregisseur. Und auch ihre anrüchigen Rollen gingen nicht konform mit dem NS-Frauenbild. Trotzdem ließ Hitler immer wieder lockende Angebote vermitteln. Besonders nach der Trennung von Sternberg wurde die Aufforderung, zurück nach Deutschland zu kommen, in der Nazipresse laut. Doch Marlene hatte kein Interesse. Sie war zwar kein besonders politischer Mensch, fühlte sich aber als Deutsche trotzdem mitschuldig für den Krieg und wollte alles dafür tun, um ihn so schnell wie möglich zu beenden. So belegen bisher unveröffentlichte Akten des US-Geheimdienstes ihre Mitarbeit an streng geheimen Unternehmungen im Zweiten Weltkrieg.
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Hitler blieb trotzdem ihr geheimster Fan und sah sich auf dem „Burghof“ Filme an, die in Deutschland längst verboten waren. Marlene jedoch zog als US-Truppenunterhalterin über die Kriegsschauplätze und Besuchte sogar Lazaretts der deutschen Gefangenen. Ebenso unterstützte sie Emigranten, die aus verschiedenen Gründen Nazi-Deutschland hatten entfliehen müssen. Für ihre Verdienste bekam sie 1947 eine „Freiheits-Medaille“ verliehen, den höchsten Orden des amerikanischen Kriegsministeriums für Zivilisten. Marlene Dietrich hat immer betont, nie gegen "die Deutschen", sondern gegen ein verbrecherisches Regime in Deutschland gekämpft zu haben. Trotzdem war die Verehrung, die Marlene Dietrich sich verdient hatte, in ihrem Heimatland noch lange später Jahre keineswegs selbstverständlich. Dabei hat die Bundesrepublik Marlene Dietrich viel zu verdanken: sowohl die unvergessenen Augenblicke auf Leinwand und Bühne als auch ihre Bemühungen um das Bild von einem "besseren" Deutschland während der Jahre schlimmster Barbarei.
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